Mundgeruch ist ein sehr häufiges Problem! Untersuchungen haben ergeben, dass ca. 25–50 % der Bevölkerung darunter leiden. Schon bei den alten Römern und Griechen wird Mundgeruch erwähnt. Viele Patienten fühlen sich dadurch im Umgang mit anderen Menschen gehemmt. Mundgeruch bezeichnet man heute als Halitosis. Dieser Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Hauch, Dunst. Um Sie möglichst rasch und dauerhaft von Ihrer Halitosis zu befreien, arbeiten wir wissenschaftlich auf dem neuesten Stand und zusammen mit einem Netzwerk von Experten.
Mundgeruch (Halitosis) ist ein sehr häufiges Problem. Dr. Michaelis ist seit 15 Jahren Vorstandsmitglied in der Fachgesellschaft Arbeitskreis Halitosis in der DGZMK (Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde) und beschäftigt sich schon lange intensiv und professionell mit der Behandlung der Halitosis.
Viele Patienten und Ärzte glauben, dass Mundgeruch meist im Magen entsteht. Daher kommt es oft zu unnötigen Untersuchungen wie z.B. Magenspiegelungen o. Ä., bevor ein Zahnarzt aufgesucht wird. Inzwischen wurde in Untersuchungen jedoch gezeigt, dass in 85-90 % der Fälle die Ursache im Munde zu finden ist! Für die Halitosis sind vor allem flüchtige Schwefelverbindungen verantwortlich, sogenannte VSC (volatile sulphur compounds).
Häufig sind Zungenbelag, Zahnbeläge, Erkrankungen wie Zahnfleischentzündungen, Pilzinfektionen, Parodontitis, Karies, ungepflegter Zahnersatz oder defekte zahnärztliche Restaurationen die Ursache für Mundgeruch. Es kommen jedoch auch ernste Erkrankungen der Mundhöhle in Betracht, weshalb länger andauernder Mundgeruch auf jeden Fall abgeklärt werden sollte. Eine besondere Rolle spielt auch die Zunge. Inzwischen sieht man in der Werbung und in Zeitschriften häufiger Informationen über Zungenreinigung. In der Tat befinden sich auf der Zunge ca. 60 % aller Mundkeime! Es gibt Untersuchungen die beweisen, dass ein Zusammenhang zwischen Zungenbelag und Halitosis besteht.
Bei 5–8 % der Halitosis-Patienten ist die Ursache im HNO-ärztlichen Bereich zu suchen. Dabei handelt es sich zumeist um chronische Mandel- oder Nebenhöhlenentzündungen. Auch Allgemeinerkrankungen kommen, wenn auch selten, als Ursache für eine Halitosis in Frage. Nur 0,5–1 % der Halitosis-Patienten haben eine allgemeinmedizinische Problematik als Ursache für ihren Mundgeruch, wie zum Beispiel Lungen- oder Lebererkrankungen, Diabetes, Speiseröhren- oder Magenerkrankungen und vieles mehr. Auch die Einnahme von Medikamenten kann zu Mundgeruch führen. Dabei kann eine Verminderung des Speichelflusses indirekt, oder das Abatmen der Abbauprodukte des Medikamentes eine direkte Ursache sein. In Frage kommen hierbei z.B. Blutdruckmedikamente, Medikamente gegen Depressionen und andere.
Das Rauchen verursacht selbst einen charakteristischen Mundgeruch. Außerdem kommt es durch das Rauchen zu einer vermehrten Anheftung von Bakterien an die Zähne, zu einer Verminderung des Speichelflusses und des Stoffwechsels der Mundschleimhaut. Dadurch werden Entzündungen des Zahnfleisches und dadurch wiederum die Entstehung von Halitosis begünstigt. Da das Rauchen weitere gravierende Einflüsse auf Ihre Gesundheit hat, ist es auf jeden Fall ratsam, das Rauchen einzustellen.
Auch Ernährungsgewohnheiten haben einen Einfluss auf Mundgeruch. Jeder kennt die typische „Fahne“ nach Alkoholgenuss. Auch Verzehr von Knoblauch verursacht einen Mundgeruch, der ca. 72 Std. andauern kann! Auch längeres Fasten kann Halitosis verursachen.
Magenbedingte Ursachen sind mit ca. 1 % der Ursachen für Halitosis sehr selten. Da der Magen sehr gut angedichtet ist, kommt es in der Regel nur bei Patienten mit Reflux oder unzureichender Abdichtung des Magens zu einer magenbedingten Halitosis.
Es gibt auch psychische Ursachen für Mundgeruch. Etwa 5 % der Patienten die einen Mundgeruch bei sich wahrnehmen haben objektiv keinen.
Zunächst wird der Geruch objektiviert. Hierzu kommen grundsätzlich zwei Verfahren zum Einsatz.
Die sogenannte organoleptische Messung ist die Beurteilung des Mundgeruchs und Einteilung in Schweregrade durch die Nase des Behandlers.
Im Weiteren besteht die Möglichkeit, bestimmte Bestandteile der Atemluft elektronisch zu messen. Neben der sogenannten elektronischen Nase und Gaschromatographen werden hierzu vor Allem die Sulfidmonitore verwendet. In unserer Praxis verwenden wir das bekannteste Gerät dieser Klasse, das Halisens (Fa. AI Analytical Innovation). Dieses Gerät misst VSC (volatile sulphur compounds) in der Atemluft. Allerdings reagiert das Gerät empfindlich auf Alkohol, Chlorverbindungen, und essenzielle Öle, daher sollte vor der Messung darauf verzichtet werden. Dieses Gerät zeigt genau die Menge der Schwefelverbindungen an und wird auch zur Verlaufskontrolle eingesetzt, um zu beurteilen, ob die gewählte Therapie schon den gewünschten Erfolg zeigt.
Die Behandlung richtet sich grundsätzlich nach der Ursache für den Mundgeruch. Wie eingangs erwähnt sind die Ursachen zumeist in der Mundhöhle zu suchen und deshalb in der Regel vom Zahnarzt zu behandeln. Wenn keine orale Ursache erkennbar ist, wird durch die Fachärzte unseres Netzwerkes weitere Diagnostik betrieben.
Liegt die Ursache im zahnärztlichen Bereich, so werden wir gemeinsam mit Ihnen genau besprechen, was an Behandlungsmaßnahmen notwendig ist, um den Mundgeruch zu beseitigen. In der Regel verschwindet so der unangenehme Geruch sehr schnell und Sie haben wieder ein freies Gefühl im Umgang mit anderen Menschen und die Sicherheit eines gesunden Atems.
Sie erhalten zunächst eine unverbindliche, kostenfreie Erstberatung. Ist das gemeinsam mit Ihrem Behandler festgestellte Ergebnis positiv, sollten weitere Behandlungsschritte erfolgen. Falls hierbei Kosten entstehen, werden Sie vor der Behandlung darüber informiert.
Wenn Sie weitere Fragen haben, beraten wir Sie gerne persönlich. Bitte zögern Sie nicht uns anzusprechen, das Thema Mundgeruch ist für uns kein Tabu, sondern Alltag! Wir haben schon vielen Patienten helfen können dieses lästige Problem loszuwerden.